Die drei Tage des Huhns

 

Was wäre, wenn man von einem chronisch schlecht gelauntem Huhn dazu getrieben wird, mit seiner verhasstem Schwiegermutter die Welt zu verändern? Genau das ist es, was Erwin Potts erlebt. Dabei ist Erwin Pott kein Held. Genau genommen ist er sogar genau das Gegenteil davon, er hat weder einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, noch ist er in einer besonders missmutigen Lage, die Heldentaten erfordern würde, da ist nichts in seinen Leben, was es zu bekämpfen gilt, keine Alien-Invasion, keine Zombie-Apokalypse.

Aber diese Geschichte braucht auch keinen Helden in diesem Sinne. Sie braucht den normalen Durchschnittsmenschen, der bereit ist sprichwörtlich über seinen Tellerrand zu schauen. Und so wird Erwin, in Folge einer Verkettung von Ereignissen, ausgelöst von einem spirituellem Guru, auf der Suche nach Geldgebern, eben dazu getrieben, sich der alltäglichen Grausamkeit bewusst zu werden, die ihm und so gut wie jeden Anderen von den Tellern dieser Welt entgegen schreit, ohne große Beachtung zu finden. Doch plötzlich muss Erwin mit Entsetzen feststellen, dass er nach einer unfreiwilligem, experimentellem Floater-Behandlung in der Lage ist mit einigen Tieren zu sprechen Und so findet sich der arme Erwin plötzlich in einer Welt wieder, die er stets gemieden, wenn nicht sogar verabscheut hatte und wird zum Angelpunkt einer Revolte, losgestoßen von einer Truppe durchgeknallter Tierrechtler, die sich Erwins Arbeitgeber, den größten Hähnchenmastbetrieb Deutschlands erwählt haben, um ein Exempel zu statuieren. Und dabei wollte Erwin doch lediglich einen eher ereignislosen, und genau deshalb von ihm sehr geschätzten, Alltag nachgehen. Was vielleicht sogar geklappt hätte, wenn er nur diesem Huhn nicht begegnet wäre.

Eine Graphic-Novel von Jasmin und Sascha Edelstein